Gesamtnote 44%
Umwelt 57%
Arbeitsrechte 31%
Konfliktmineralien 51%
  • Hauptsitz: Taipei, Taiwan
  • Gründungsjahr: 1976
  • Umsatz 2013: 10,7 Mrd Franken
  • Bruttogewinn 2013: 670 Mio Franken
  • Nettogewinn 2013: -609 Mio Franken
  • CEO: J.T. Wang
  • Wichtigste Produktkategorien: Laptops, Desktops, Computerperipherie, Server, Tablets
  • Angestellte: 7384
  • Marktanteil CH: Computer und Tablets: 11%

Arbeitsrechte

Acer ist Mitglied in der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC), hat aber bisher keine arbeitsrechtlichen Initiativen unternommen, welche über die Industriestandards hinausgehen. Das Unternehmen muss mehr Verantwortung für seine Lieferkette übernehmen und auch bei indirekten Zulieferbetrieben die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards fordern. Acer muss die Selbstorganisation der Arbeiterinnen und Arbeiter entlang der Lieferkette fördern, etwa durch Ausbildungen über ihre Rechte und die Sicherstellung des Zugangs zu unabhängigen Beschwerdemechanismen. Ein erster, wichtiger Schritt in Richtung grösserer Transparenz wäre zudem die Veröffentlichung der Fabriken, welche Acer mit Produkten beliefern.

Konfliktrohstoffe

Acer stellt sich offiziell gegen einen schädlichen Boykott der Region um die Demokratische Republik Kongo und engagiert sich in Brancheninitiativen zur Verbesserung der aktuellen Situation. Zudem veröffentlicht Acer eine Liste der Schmelzereien entlang der Lieferkette und verpflichtet die Zulieferbetriebe, ausschliesslich zertifizierte Rohstoffe zu verwenden, sofern diese ausreichend vorhanden sind. Obwohl aber zum aktuellen Zeitpunkt genug konfliktfreies Tantal erhältlich ist, kann Acer nicht nachweisen, dass sie ausschliesslich solches in ihren Produkten verwenden. Auch im Einsatz um konfliktfreie Lieferketten aus kritischen Regionen lässt die Umsetzung noch auf sich warten.

Umwelt

Seit 2009 erhebt Acer die Treibhausgas-Emissionen seiner Zulieferbetriebe und verlangt von diesen seit 2012 konkrete Reduktionsziele. Zudem setzt das Unternehmen umfassende, konkrete Ziele zur Verbannung schädlicher Substanzen aus seinen Produkten. Diesen Bekenntnissen muss das Unternehmen jedoch Taten folgen lassen. Ein grosser Teil von Acers Produktpalette enthält noch immer Substanzen wie PVC oder BFR, welche für Mensch und Natur langfristige Schäden zur Folge haben können. Es fehlt zudem eine konkrete Strategie, wie der Anteil an erneuerbarer Energien gesteigert werden kann. Um die langfristigen Reduktionsziele für Treibhausgase zu konkretisieren, sind auch kurzfristige Ziele und deren Einhaltung zentral.

Rating

Acer hat den Fragebogen von Brot für alle und Fastenopfer ausgefüllt und fristgerecht zurückgeschickt. Die Bewertung basiert zudem auf öffentlich zugänglichen Informationen von der Website und den Jahresberichten des Unternehmens sowie weiteren Quellen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP).

Hinweis zur Firmenbewertung:

Die Darstellung ist eine Momentaufnahme (Stichdatum der Erhebung: 30.04.2014). Sie beansprucht keine Vollständigkeit. Die Bewertung darf nicht in der Form «Empfohlen von Brot für alle oder Fastenopfer» zitiert oder für Werbezwecke verwendet werden.