Gesamtnote 24%
Umwelt 48%
Arbeitsrechte 17%
Konfliktmineralien 4%
  • Hauptsitz: Taipei, Taiwan
  • Gründungsjahr: 1990
  • Umsatz 2013: 11,1 Mrd Franken
  • Bruttogewinn 2013: 736 Mio Franken
  • Nettogewinn 2013: 665 Mio Franken
  • CEO: Chongtang Shi
  • Wichtigste Produktkategorien: Laptops, Desktops, Computereinzelteile, Computerperipherie, Server, Tablets, Unterhaltungselektronik
  • Angestellte: 12905
  • Marktanteil CH: Computer und Tablets: 4.7%

Arbeitsrechte

Asus ist als einziges der untersuchten Unternehmen nicht Mitglied der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC). Bei der Überprüfung der geforderten, firmeneigenen Standards wirkt Asus nicht glaubwürdigAsus führt die Audits in der Lieferkette ausschliesslich selbst durch und informiert nur sehr spärlich darüber. Das Unternehmen veröffentlicht auch keinerlei Informationen über seine Zulieferbetriebe. Eine unabhängige Kontrolle ist somit nicht gewährleistet. Im Vergleich zur Konkurrenz muss das Unternehmen deutlich aufholen und für die Arbeiterinnen und Arbeiter in seiner Lieferkette Verantwortung übernehmen, insbesondere durch die Bezahlung eines existenzsichernden Lohnes. Für eine nachhaltige Lösung der Probleme muss Asus Veränderungen von unten anstossen, indem es die Selbstorganisation der Arbeiter und Arbeiterinnen entlang der Lieferkette etwa durch Ausbildungen über ihre Rechte gezielt fördert, den Zugang zu unabhängigen Beschwerdemechanismen sicherstellt und seine Zulieferbetriebe für das Thema sensibilisiert.

Konfliktrohstoffe

Zwar nimmt das Unternehmen auf seiner Webseite öffentlich Stellung zum Thema und zeigt keine offizielle Boykotthaltung der Region um die Demokratische Republik Kongo. Asus ist jedoch nicht Mitglied einschlägiger Brancheninitiativen. Der erwähnte, firmeneigene Verhaltenskodex ist nicht öffentlich zugänglich und die Strategie zur Überprüfung der Lieferkette kann somit nicht beurteilt werden. Asus gibt an, die Herkunft der verwendeten Rohstoffe in der Lieferkette zu untersuchen, veröffentlicht jedoch keine Liste der Schmelzereien. Dies wäre ein erster Schritt, welcher durch ein konkretes Engagement bei den Schmelzereien sowie bei Initiativen für konfliktfreie Rohstoffe aus Risikogebieten konsequent weitergeführt werden sollte. Auch kann von Asus eine Mitgliedschaft in entsprechenden Brancheninitiativen wie etwa der EICC und die Einhaltung der dort geltenden Standards als absolutes Minimum erwartet werden.

Umwelt

Asus strebt ein grünes Image an und hat konkrete Ziele zur Verbannung schädlicher Substanzen wie etwa PVC oder BFR aus seinen Produkten gesetzt. Hier muss Asus seinen Worten aber Taten folgen lassen und schädliche Substanzen sowohl in seinen Produkten als auch in deren Herstellung durch unbedenkliche Alternativen ersetzen. Das Unternehmen bemüht sich, die Energieeffizienz zu steigern und seine Produkte zertifizieren zu lassen. Asus engagiert sich zudem für Veränderungen bei seinen Zulieferbetrieben und es bestehen erste Ansätze zur Messung der Treibhausgasemissionen in der Lieferkette. Die konkreten Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen sind jedoch im Vergleich mit den anderen untersuchten Firmen nur wenig ambitioniert. Bemühungen zur Steigerung des Anteils an erneuerbaren Energien sind zudem nicht ersichtlich.

Rating

Asus hat nicht auf die Anfrage von Brot für alle und Fastenopfer geantwortet. Die Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen von der Website und den Jahresberichten des Unternehmens sowie weiteren Quellen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP).

Hinweis zur Firmenbewertung:

Die Darstellung ist eine Momentaufnahme (Stichdatum der Erhebung: 30.04.2014). Sie beansprucht keine Vollständigkeit. Die Bewertung darf nicht in der Form «Empfohlen von Brot für alle oder Fastenopfer» zitiert oder für Werbezwecke verwendet werden.