Gesamtnote 76%
Umwelt 81%
Arbeitsrechte 74%
Konfliktmineralien 70%
  • Hauptsitz: Palo Alto, CA, USA
  • Gründungsjahr: 1939
  • Umsatz 2013: 104,9 Mrd Franken
  • Bruttogewinn 2013: 24,2 Mrd Franken
  • Nettogewinn 2013: 4,8 Mrd Franken
  • CEO: Meg Whitman
  • Wichtigste Produktkategorien: Laptops, Desktops, Server, Computerperipherie
  • Angestellte: 317500
  • Marktanteil CH: Computer und Tablets: 31.6%

Arbeitsrechte

Neben dem Engagement in diversen Branchen- und auch Multi-Stakeholder-Initiativen wie IDH oder SAI hat das Unternehmen vergleichsweise fortschrittliche Bestimmungen zu wichtigen Themen wie Gewerkschaftsfreiheit oder Temporär-Angestellten erlassen. HP äussert sich als einzige der untersuchten Firmen zu Existenzlöhnen. Die Einhaltung der gesetzten Standards überprüft HP mit einem ausgedehnten Audit- und Monitoringsystem, für welche teilweise mit unabhängigen NGOs und Gewerkschaften zusammengearbeitet wird. Dasselbe gilt für die Ausbildung der Arbeiterinnen und Arbeiter und deren Management. HP veröffentlichte eine detaillierten Liste der Zulieferbetriebe und deren Fabriken, was einen wichtigen Schritt in Richtung Transparenz darstellt. Das Unternehmen muss sich aber noch entschiedener für menschenwürdige Entlohnung in seiner Lieferkette einsetzen. Dazu muss HP insbesondere auch eine kohärente Einkaufspolitik (z.B. in Form von Preisverhandlungen) betreiben, welche die Bezahlung von Existenzlöhnen und die Einhaltung fortschrittlicher Standards erlaubt. Zudem sollte das Unternehmen einen Schritt weiter gehen und systematisch die Selbstorganisation der Arbeiter und Arbeiterinnen fördern, um die Situation nachhaltig zu verbessern. Weitere Transparenz sollte geschaffen werden, indem die gesamten Auditberichte zugänglich gemacht werden.

Konfliktrohstoffe

HP hat die geleistete Pionierarbeit im Rahmen der Brancheninitiativen durch ein direktes Engagement bei den Schmelzereien und in Multi-Stakeholder-Initiativen weitergeführt. Das Unternehmen fördert Projekte für konfliktfreie Lieferketten aus Risikogebieten und veröffentlicht die Schmelzereien der eigenen Lieferkette. Noch immer beziehen HPs Zulieferer jedoch Rohstoffe von nicht zertifizierten Schmelzereien, was zum aktuellen Zeitpunkt zumindest bei Tantal vermieden werden könnte. HP unterstützt zwar bereits entsprechende Initiativen wie etwa CFTI, oder SfH, doch sollte sich das Unternehmen damit nicht begnügen und sich entschieden für weitere konfliktfreie Lieferketten aus Risikogebieten einsetzen.

Umwelt

HP setzt sich regelmässig ambitionierte Ziele zur Reduktion von Treibhausgasen im eigenen Betrieb, setzt diese konsequent um und berichtet regelmässig und transparent über Entwicklungen. Im Umweltmanagement seiner Lieferkette ist HP ebenfalls fortgeschritten. HP hat als erstes Unternehmen die Treibhausgasemissionen seiner Lieferkette veröffentlicht, sich fortlaufend neue, konkrete Ziele gesetzt und über deren Einhaltung Bericht erstattet. Bei der Verbannung von schädlichen Substanzen wie etwa PVC oder BFR, sowohl aus seinen Produkten als auch aus deren Herstellung sollte HP entschiedener und systematischer vorgehen. Den Anteil an rezyklierten Materialien, etwa wiederverwertetes Plastik aus alten Geräten, muss das Unternehmen konsequent erhöhen und transparenter darüber informieren.

Rating

HP hat den Fragebogen von Brot für alle und Fastenopfer ausgefüllt und fristgerecht zurückgeschickt. Die Bewertung basiert zudem auf öffentlich zugänglichen Informationen von der Website und den Jahresberichten des Unternehmens sowie weiteren Quellen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP).

Hinweis zur Firmenbewertung:

Die Darstellung ist eine Momentaufnahme (Stichdatum der Erhebung: 30.04.2014). Sie beansprucht keine Vollständigkeit. Die Bewertung darf nicht in der Form «Empfohlen von Brot für alle oder Fastenopfer» zitiert oder für Werbezwecke verwendet werden.