Gesamtnote 46%
Umwelt 75%
Arbeitsrechte 27%
Konfliktmineralien 38%
  • Hauptsitz: Peking, China
  • Gründungsjahr: 1984
  • Umsatz 2013: 32,2 Mrd Franken
  • Bruttogewinn 2013: 3,9 Mrd Franken
  • Nettogewinn 2013: 603 Mio Franken
  • CEO: Yang Yuanqing
  • Wichtigste Produktkategorien: Laptops, Desktops, Server, Computerperipherie
  • Angestellte: 35026
  • Marktanteil CH: Computer und Tablets: 7.8%

Arbeitsrechte

Als Mitglied der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) hat Lenovo zwar den Standardkodex bei seinen Zulieferern implementiert und fordert dessen Einhaltung. Dies wird mittels internen und teilweise auch externen Audits überprüft. In zentralen Bereichen wie etwa Gewerkschaftsfreiheit, Temporär-Angestellte oder die Forderung nach Existenzlöhnen fehlen jedoch fortschrittliche Bedingungen. Lenovo zeigt kaum Verantwortung, die weiter reicht, als seine direkten Zulieferbetriebe. Das Engagement in der Lieferkette sollte dementsprechend deutlich verstärkt werden, indem etwa Ausbildungen und Trainings für die Arbeiterinnen und Arbeiter und deren Management zur arbeitsrechtlichen Themen gezielt gefördert werden. Zudem muss für die Arbeitenden entlang der Lieferkette der Zugang zu einem unabhängigen Beschwerdemechanismus sichergestellt sein. Es besteht zudem ein Defizit in der Transparenz bei der Berichterstattung über Auditbefunde und das Unternehmen sollte zumindest seine direkten Zulieferer und deren Fabrikstandorte öffentlich machen.

Konfliktrohstoffe

Lenovo hält sich an den EICC Kodex und führt somit Audits durch die kontrollieren, ob die Zulieferer konfliktfreie Rohstoffe verwenden. Lenovo arbeitet in den entsprechenden Arbeitsgruppen der EICC mit und spricht sich offiziell gegen einen schädlichen Boykott der Region um die Demokratische Republik Kongo aus. Von Lenovo wäre jedoch ein weit entschiedeneres, direktes Engagement sowohl bei den Schmelzereien als auch für gesamte, konfliktfreie Lieferketten aus Risikogebieten zu erwarten. Die Transparenz muss deutlich verbessert werden, indem insbesondere die Schmelzereien in Lenovos Lieferkette veröffentlicht werden.

Umwelt

Lenovo hat im Bereich Umweltschutz in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte erzielt. Das Unternehmen hat konkrete Reduktionsziele von Treibhausgasen vereinbart und konnte so massgeblich hin zur Spitze aufschliessen. Ausserdem setzt sich Lenovo ehrgeizige Ziele im Bereich der Energieeffizienz seiner Produkte und hat diesbezüglich bereits Bemerkenswertes erreicht (z.B. erfüllen sämtliche Computer und Bildschirme den aktuellen Energy Star Standard). Auch bei der Verwendung von rezykliertem Plastik aus alten Produkten ist vorbildlich. Die ehrgeizigen Ziele zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im eigenen Betrieb konnten jedoch teilweise in der Vergangenheit nicht einhalten werden. Bei den schädlichen Substanzen in Lenovos Produkten, wurden zwar Teilerfolge erzielt, das Unternehmen muss sich aber künftig noch weit konsequenter für die Verbannung von PVC oder BFR sowohl aus seinen Produkten als auch aus deren Produktion einsetzen.

Rating

Lenovo hat nicht auf die Anfrage von Brot für alle und Fastenopfer geantwortet. Die Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen von der Website und den Jahresberichten des Unternehmens sowie weiteren Quellen wie dem Carbon Disclosure Project (CDP).

Hinweis zur Firmenbewertung:

Die Darstellung ist eine Momentaufnahme (Stichdatum der Erhebung: 30.04.2014). Sie beansprucht keine Vollständigkeit. Die Bewertung darf nicht in der Form «Empfohlen von Brot für alle oder Fastenopfer» zitiert oder für Werbezwecke verwendet werden.